Schröpfen

Traditionelle Methode ...

Schröpfen ist eine bewährte Therapie­form, die seit tausenden von Jahren zur Behandlung von Muskel­ver­spannungen, Schmerzen und funktionellen Beschwerden eingesetzt wird. Dabei werden spezielle Schröpf­gläser auf die Haut aufgesetzt, in denen ein Unter­druck erzeugt wird. Dieser hebt die Haut und das darunter­liegende Gewebe sanft an.

Durch das Schröpfen kann die Durch­blutung von Haut, Muskeln und Faszien angeregt werden. Ver­spannte Bereiche können sich lösen, der Stoff­wechsel im Gewebe wird aktiviert und der Abtransport von Stoff­wechsel­produkten unterstützt. Darüber hinaus kann die Behandlung regulierend auf das Nerven­system wirken und reflektorisch innere Organe, wie beispiels­weise die Verdauungs­organe, beeinflussen.

Viele Patientinnen und Patienten empfinden die Behandlung als angenehm und entspannend. Häufige Einsatz­gebiete sind Rücken- und Nacken­schmerzen, muskuläre Ver­spannungen sowie funktionelle Beschwerden des Bewegungs­apparates. Schröpfen kann sowohl zur Schmerz­linderung als auch zur Regeneration, Prävention und Funktions­verbesserung eingesetzt werden.

Je nach Beschwerde­bild kommen unterschiedliche Formen des Schröpfens zum Einsatz, zum Beispiel das trockene Schröpfen oder die Schröpf­massage. Vorübergehende Haut­ver­färbungen - sogenannte Schröpf­markierungen - sind möglich und in der Regel harmlos. Sie klingen meist innerhalb weniger Tagen wieder ab. Die Behandlung kann bei Bedarf über mehrere Sitzungen erfolgen.

Schröpfverfahren

Gua Sha

Gua Sha ist eine traditionelle Schabetechnik aus der chinesischen Volksheilkunde, die dem Schröpfen sehr ähnlich ist. Dabei wird die eingeölte Haut mit einem abgerundeten Instrument in wiederholten, gleichmäßigen Bewegungen behandelt. Durch die gezielte Druck- und Streichbewegung kann die lokale Durchblutung angeregt und das Gewebe stimuliert werden. Verhärtete oder verspannte Bereiche können so gelockert und der Stoffwechsel im behandelten Areal angeregt werden. Die Anwendung kann zudem regulierend auf das vegetative Nervensystem wirken.

Gua Sha wird häufig bei muskulären Verspannungen aber auch beginnenden Infekten eingesetzt. Auch zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens kann die Methode sinnvoll sein. Besonders an Armen, Beinen oder im Nackenbereich – also dort, wo Schröpfgläser nur eingeschränkt einsetzbar sind – stellt Gua Sha eine sinnvolle Alternative dar. Typisch sind vorübergehende rötliche bis dunkelrote Hautreaktionen. Diese sind gewollt, in der Regel unbedenklich und klingen meist innerhalb weniger Tage wieder ab.

Weitere Behandlungsmethoden

Ost trifft West – altes fernöstliches Heilwissen sinnvoll kombiniert mit Omas Hausapotheke und moderner westlicher Schulmedizin.